
Selbst schon normale Wehen werden von phy-sischem und emotionalem Streß sowie von großer Angst begleitet.
Hormonell gesehen befindet sich der Organis-mus während der Wehen in einem Ausnahme-zustand: um die hohen psychischen und physi-schen Belastungen zu kompensieren, produ-ziert er 8- bis 10mal soviel Opioide wie normal, die unter anderem als angsthemmende Stoffe wirksam werden.
Um festzustellen, inwieweit die Medizinische Resonanz Therapie Musik eine harmonisieren-de Wirkung auf angstregulierende neuroendokri-ne Funktionen ausübt, wurden für die Untersu-chung wichtige Opioide ausgewählt, nämlich Beta-Endorphin, Corticotropin (ACTH) und Cor-tisol – Hormone, die während der Wehen ex-trem hohe Werte im Blut aufweisen.
Es wurden drei Gruppen untersucht:
Mit der Musikbehandlung wurde in der ersten Phase der Wehen begonnen.
Medizinische Resonanz Therapie Musik-Gruppe:
Die Anwendung der Medizinischen
Resonanz Therapie Musik erbrachte eine signifikante Veränderung des hormonellen
Geschehens:
der Beta-Endorphin-Wert
sank um 6.05 Einhei-ten, ebenso zeigte sich beim Wert ACTH eine tendenzielle
Abnahme – das überproduktive Hormonsystem wurde beruhigt und ein ausge-glichenerer
Zustand eingenommen.
Bemerkenswert ist, daß die Frauen durch die Abnahme dieser angsthemmenden Hormone aber nicht über eine Zunahme von Angst berich-teten, sondern im Gegenteil eine deutliche Ab-nahme der Angst durch das Hören der Musik erfuhren.
Diese Verminderung der Angst in der Medizini-schen Resonanz Therapie Musik-Gruppe scheint auf eine tiefe Harmonisierung durch die Musik während der Wehen zurückzuführen zu sein – also auf eine Entspannung und Harmoni-sierung, wie sie sich auch in einer tiefen Beru-higung des Fötus während der Wehen äußerte.

Kontrollgruppe A mit Mozarts Musik:
Die Frauen in dieser Gruppe berichteten
eben-falls von einer starken Reduzierung ihrer Angst durch das Hören der Musik,
und es stellte sich auch bei ihnen eine signifikante Veränderung im hormonellen
Geschehen ein, aber in der ent-gegengesetzten Richtung wie bei der Medizini-schen
Resonanz Therapie Musik-Gruppe:
der ACTH-Wert stieg an
– das bereits überpro-duktive Hormonsystem wurde noch mehr ange-regt, und
es wurden noch mehr angsthemmen-de Stoffe ausgeschüttet.
Der erhöhte ACTH-Wert könnte eine Erklärung für die reduzierte Angsterfahrung in dieser Gruppe darstellen.
Kontrollgruppe B ohne Musik:
Hier gab es keine signifikanten Veränderungen, sondern nur leichte Schwankungen.
Bemerkung zu Cortisol:
Eine signifikante Veränderung des Cortisolge-haltes wurde weder bei der Mozart-Gruppe noch bei der Medizinischen Resonanz Therapie Musik-Gruppe festgestellt.
Wahrscheinlich ist für eine Erfassung von Än-derungen des Cortisol-Gehaltes ein mehr als 30minütiges Behandlungsintervall notwendig, da dieses mit der halben Lebensdauer des Hormons im Kreislauf vergleichbar ist.
Leiter der Untersuchungen:
Prof. Dr. med. G. Gerassimowitsch
Dr. med. Walentina Sidorenko
Dr. med. Margarita Gawrisch
Dr. med. Tatjana Teterkina
Dr. med. Sergej Korotkow
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